Die Alterstedter Schenke

Hainichschenke

Unsere Schenke ist der gesellschaftliche Mittelpunkt unseres Dorfes. Vieles hat sie schon gesehen und erlebt. Vor allem unsere Veranstaltungen wären ohne sie nicht halb so schön. Teilweise ist sie auch als "Alterstedter Hainichschenke" bekannt - ein Name, den sie von einem der letzten Pächter erhalten hat.

Zur Zeit ist unsere Schenke neu zu verpachten. Wir wünschen uns sehr, dass jemand ihr Potential erkennt: Günstig am Nationalpark Hainich gelegen, eingebettet in die Tourismusregion Hainich-Werratal, mit guter Verkehrsanbindung und eigener Buswendeschleife.

Werfen Sie doch einfach einen Blick in das Exposé. Vielen Dank!

Geschichte

Alterstedter Schenke
Ca. 1930

Schon vor 100 Jahren wurden hier Feste gefeiert - und Waren verkauft. In der heutigen vorderen Gaststube (im Volksmund "Roter Salon" genannt) wurde einst eine Verkaufsstube für Waren des täglichen Bedarfs und in kleinerem Umfang auch Kolonialwaren eingerichtet.

Der Anbau an der Nordseite war ursprünglich die Gaststube, während die heutige Gaststube dereinst Küche und Aborte beinhaltete. Im Jahr 1956 wurde der Anbau deutlich zum Saal mit Bühne vergrößert. Über der Bühne entstand eine kleine Wohnung für den Schenkswirt.

An der Westseite befand sich ursprünglich eine kleine Scheune mit Torfahrt in den Schenkshof. Mit dem Umbau in den 1950er Jahren wurde aus der Scheune ein Teil der Verkaufsstube, welche nun zur HO-Verkaufsstelle erweitert wurde.

Besonders während der DDR-Zeit war unsere Schenke täglicher Treffpunkt für die vielen Arbeiter und Handwerker aus dem Dorf. Sie trafen sich hier nach ihrem schweren Tagwerk, um Skat zu spielen, ein herzhaftes Schnitzel zu verspeisen und ein frisches Bierchen zu zischen.

Alterstedter Schenke
In den frühen 1990er Jahren

Doch die Mangelwirtschaft in der DDR hinterließ ihre unschönen Spuren an unserer beliebten Schenke. Instandsetzung fand nach dem Umbau im Jahr 1956 bis zum Niedergang der DDR im Jahr 1990 praktisch nicht mehr statt.

Einen traurigen Anblick bot sie in den Wendejahren: Das Dach undicht, der Außenputz durch Salpeter beschädigt. Die Sanitäranlagen waren in einem so schlechten Zustand, dass so mancher sein "Geschäftchen" lieber zu Hause verrichten mochte. Der zunehmende Straßenverkehr auf der Durchgangsstraße führte zudem zu mehreren Unfällen, welche die Ostseite des Saals schwer beschädigten.

Nach der Wende und der Eingemeindung nach Schönstedt nahm sich die neue Einheitsgemeinde Schönstedt-Alterstedt unserer Schenke an. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wurde ab dem Jahr 1996 ein umfangreicher Umbau und die Sanierung vieler verfallender Teile durchgeführt.

Alterstedter Schenke
Nach der Sanierung, ca. 2000

An der Südfassade wurde das schöne Fachwerk wieder freigelegt und repariert. Das Dach erhielt neue Ziegeln, der westliche Anbau wurde zum Jugendklub. Die maroden Sanitäranlagen hinter dem Jugendklub wurden an die Ostseite rechts vom Haupteingang verlegt.

Ein großer Gewinn für das Gebäude war insbesondere der komplette Austausch der Leitungen. Strom, Wasser und Abwasser sind seitdem auf dem heutigen Stand der Technik. Die Küche kam nun wieder an die Stelle, wo sie bis zum Umbau 1956 schon gewesen war: Zwischen die beiden Gaststuben.

War es zu DDR-Zeiten noch der Mangel an Baumaterial, der unserer Schenke zu schaffen machte, so war es nun der gesellschaftliche Wandel. Viele Pächter sah unsere Schenke nun kommen und gehen. Mancher blieb viele Jahre, andere nur wenige Monate. Nicht jeder behandelte sie gut. Doch unsere Einwohner haben ein großes Herz für ihre Schenke und kümmerten sich liebevoll um sie.

Und wie wir feiern können! So wie hier im Rahmen unserer Dorfkirmes auf dem Saal unserer Schenke:

Kirmestanz